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  1. DasLangeSuchen
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    Zu dem Beitrag von Umweltcacher über den Thüringer Geocaching Verein e.V. würde ich ganz gerne mal noch ein paar ergänzende Worte schreiben, gerade auch auf deine Fragestellung ob ein Geocaching Verein sein muss, oder nicht.

    Ich verstehe durchaus, dass diejenigen, die Geocaching noch als subversives, im Geheimen stattfindendes Hobby kennengelernt haben, einer „offizielle“ Vertretung gegenüber durchaus ablehnend gegenüberstehen. Doch inzwischen ist Geocaching nichts mehr, was im Verborgenen stattfindet. Dank vielgesuchter Powertrails, beliebter Nachtcaches, kreativen Multis tragen wir ein immer größer werdendes Konfliktpotential in den Wald.

    Dieses Konfliktpotential lässt sich durchaus minimieren, wenn die Beteiligten –vorwiegend Owner, Jagd- bzw. Forstbeauftragten und Grundeigentümer- vorher(!) miteinander sprechen. Aus Erfahrung weiß ich aber auch, dass die Parteien nicht immer neutral eingestellt sind und es gilt Vorurteile abzubauen, um überhaupt in ein konstruktives Gespräch einsteigen zu können. Nicht immer ein triviales Unterfangen, welches zu einem schnellen Erfolg führt.

    Bei uns in NRW hat vor über einem Jahr der Landesjagdverband die Zügel in die Hand genommen und Geocacher auf ein Symposium in Dortmund eingeladen. Einige Monate später fand ein vergleichbares Event auf Kreisebene in Mettmann statt, um mit lokalen Cachern ins Gespräch zu kommen. Auf diesem Event waren sowohl relativ, als auch absolut mehr Geocacher als vorher auf Landesebene. Aber, und das war der Kern dieser Veranstaltung, man ist lokal ins Gespräch gekommen, d.h. Cacher direkt mit den Jägern, Förstern aus Ihrem Revier.

    Nebenbei haben diese Symposien mit dazu beigetragen, dass sich ein Stammtisch in der Nähe mit dieser Thematik beschäftigt hat, woraus wiederum Umweltcacher entstanden ist.

    Dadurch, dass der Landesjagdverband NRW immer wieder die Initiative ergreift, um bestehenden Problemen und Konflikten zu begegnen, bereitet er den Weg für einen gemeinsamen Dialog auch auf lokaler Ebene. Er sensibilisiert seine Mitglieder entsprechend und gibt Ihnen z.B. mit Einladung von Grounspeak zur Jagd und Hund auch eine entsprechende Plattform.

    Es gibt durchaus eine ganze Reihe an Veranstaltungen, die zeigen, wie es gehen kann. Spontane Beispiele, die mir einfallen wären z.B. „Auf ein Bierchen mit dem Förster“ (GC3DGJM), aber auch z.B. die „Geocaching-Konferrenz“ in Schwerte (GC3A99E).

    Aber, wenn man diese insgesamt als positiv wahrgenommene Situation, einmal kritisch hinterfragt, überlassen wir auf diese Weise unsere Interessenvertretung als Geocacher einem Verband, der auch seine eigenen Interessen an unserer „Spielwiese“ hat.

    Aktuell funktioniert dies zwar ganz gut, aber wenn Kommunen in Ihren Satzungen für Gemeindewälder oder Naturschutzgebiete unser Hobby einschränken, haben wir keine Lobby die sich für uns stark macht und unsere Interessen vertritt.

    Um zum Abschluss einmal bildlich zu sprechen überlassen wir es aktuell dem Wolf, über die Schafherde zu wachen.

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